Schröpfen bei Verspannungen in Augsburg
Schröpfen ist ein traditionelles naturheilkundliches Verfahren, bei dem mithilfe von Schröpfgläsern ein sanfter Unterdruck auf begrenzten Hautbereichen erzeugt wird. Die Haut und das darunterliegende Gewebe werden dabei angehoben und mechanisch gereizt.
Viele Menschen empfinden trockenes Schröpfen oder eine Schröpfmassage als wohltuend – insbesondere bei muskulären Spannungsgefühlen im Schulter-, Nacken- oder Rückenbereich. In meiner Praxis setze ich ausschließlich trockenes Schröpfen und, sofern passend, Schröpfmassage ein. Blutiges Schröpfen biete ich nicht an.
Für wen kann Schröpfen geeignet sein?
Schröpfen kann im Rahmen einer individuellen naturheilkundlichen Begleitung bei folgenden Beschwerden in Betracht kommen:
- Muskuläre Verspannungen im Bereich von Rücken, Schultern und Nacken
- Druck- oder Spannungsgefühle in der Muskulatur
- Belastungsbedingte Beschwerden des Bewegungsapparates
- Eingeschränkte Beweglichkeit, soweit keine ärztlich abzuklärende Ursache entgegensteht
- Das Bedürfnis nach einer ergänzenden, entspannungsorientierten Anwendung
Ob eine Schröpfbehandlung in Ihrer Situation sinnvoll ist, wird immer individuell im persönlichen Gespräch geklärt. Eine bestimmte Wirkung oder ein bestimmter Behandlungserfolg kann nicht versprochen werden.
So läuft die Behandlung ab
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen und regelmäßig eingenommenen Medikamente. Anschließend werden die für die Behandlung geeigneten Hautbereiche ausgewählt.
Die Schröpfgläser werden auf die Haut gesetzt und durch Unterdruck fixiert. Je nach individuellem Befund verbleiben sie für einige Minuten an einer Stelle. Bei der Schröpfmassage wird die Haut zuvor eingeölt und das Schröpfglas vorsichtig über geeignete Muskelbereiche bewegt.
Während der Anwendung kann ein deutliches Zug- oder Druckgefühl entstehen. Die Intensität wird Ihrem Empfinden angepasst. Bitte sprechen Sie jederzeit an, wenn Sie die Behandlung als unangenehm oder zu intensiv wahrnehmen.
Was ist nach dem Schröpfen zu erwarten?
Nach der Behandlung können vorübergehende Hautrötungen oder kreisförmige, rötlich-blaue Verfärbungen auftreten – „Knutschflecke“. Diese entstehen durch den Unterdruck und können – abhängig von Hautbeschaffenheit, Behandlungsdauer und Intensität – einige Tage sichtbar bleiben. Sie bilden sich in der Regel von selbst zurück.
Für den restlichen Tag kann es sinnvoll sein, die behandelte Körperregion warm zu halten und starke körperliche Belastung an Ihr individuelles Befinden anzupassen.
Wann wird nicht geschröpft?
Nicht jede Beschwerde eignet sich für eine Schröpfbehandlung. Vor jeder Anwendung prüfe ich daher sorgfältig, ob Gründe gegen die Behandlung sprechen.
Trockenes Schröpfen wird insbesondere nicht oder nur nach vorheriger ärztlicher Abklärung durchgeführt bei:
- Offenen Wunden, akuten Verletzungen, Sonnenbrand, Hautausschlag oder Hautentzündungen
- Akuten Infektionen oder Fieber
- Bekannten Blutgerinnungsstörungen
- Einnahme blutgerinnungshemmender Medikamente
- Ausgeprägten Krampfadern im vorgesehenen Behandlungsbereich
- Sehr empfindlicher, verletzlicher oder vorgeschädigter Haut
- Unklaren, starken oder neu aufgetretenen Schmerzen
- Schwangerschaft, abhängig von Behandlungsregion und individueller Situation
- Neigung zu Ohnmacht, ausgeprägten Kreislaufbeschwerden oder anderen relevanten Vorerkrankungen
Bitte teilen Sie mir vor dem Termin alle relevanten Vorerkrankungen, laufenden Behandlungen und Medikamente mit. Trockenschröpfen sollte nicht auf verletzter, entzündeter oder stark gereizter Haut erfolgen; auch Blutgerinnungsstörungen und Blutverdünner sind wichtige Ausschluss- bzw. Abklärungsgründe.
Ärztliche Abklärung
Schröpfen ersetzt keine ärztliche Diagnose oder medizinisch notwendige Behandlung. Bei starken, unklaren, plötzlich auftretenden oder länger anhaltenden Beschwerden sollte zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Das gilt besonders bei:
- Schmerzen nach Unfall oder Sturz
- Neu auftretender Taubheit, Kribbeln, Lähmungserscheinungen oder Muskelschwäche
- Fieber oder deutlichem Krankheitsgefühl
- Ungewolltem Gewichtsverlust
- Starken nächtlichen Schmerzen
- Ausstrahlenden Schmerzen, beispielsweise in Arm oder Bein
- Plötzlicher Verschlechterung des Allgemeinzustands
Solche Warnzeichen sollten ärztlich beurteilt werden und nicht allein mit einer Schröpfbehandlung behandelt werden.
Wissenswertes zum Schröpfen
Geschichte des Schröpfens
Schröpfen gehört zu den traditionellen Verfahren, die in verschiedenen Kulturkreisen überliefert sind. Der genaue Ursprung lässt sich heute nicht eindeutig bestimmen. Frühe schriftliche Hinweise finden sich im alten Ägypten; der um 1550 v. Chr. datierte Papyrus Ebers wird häufig als eine der ältesten Quellen im Zusammenhang mit Schröpfanwendungen genannt.
Als frühe Schröpfgefäße dienten unter anderem ausgehöhlte Tierhörner, später auch Gefäße aus Bambus, Kürbis, Keramik, Glas oder Metall. Um einen Unterdruck zu erzeugen, wurden je nach Region verschiedene Methoden verwendet: beispielsweise Ansaugen, mechanische Verfahren oder Wärme. Beim traditionellen Feuerschröpfen wird die Luft im Gefäß kurz erwärmt; beim Abkühlen entsteht ein Unterdruck.
Schröpfmethoden entwickelten sich unabhängig voneinander in unterschiedlichen Regionen der Welt, unter anderem in Afrika, im Nahen Osten, in Asien und Europa. Die heutigen Formen des trockenen Schröpfens verwenden in der Regel Schröpfgläser oder moderne Vakuumsysteme.
Die heutigen Erklärungsansätze reichen von einer lokalen mechanischen Reizung des Gewebes bis hin zu einer Anregung der Durchblutung. Für viele behauptete Wirkmechanismen und Anwendungen liegen jedoch keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege vor. Deshalb verstehe ich Schröpfen als ergänzende naturheilkundliche Anwendung und nicht als Ersatz für eine medizinisch erforderliche Diagnostik oder Therapie.
Kosten und Erstattung
Die Abrechnung meiner Leistungen erfolgt nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker, kurz GebüH.
Ob und in welcher Höhe eine private Krankenversicherung, Beihilfe oder Heilpraktiker-Zusatzversicherung Kosten übernimmt, richtet sich ausschließlich nach Ihrem persönlichen Versicherungsvertrag. Eine Kostenübernahme kann daher nicht zugesagt werden. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der Behandlung direkt bei Ihrer Versicherung über Umfang, Voraussetzungen und mögliche Höchstbeträge einer Erstattung. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt Heilpraktikerleistungen in der Regel nicht.
Ist Schröpfen das Richtige für mich?
Sie möchten klären, ob trockenes Schröpfen oder eine Schröpfmassage für Ihre persönliche Situation infrage kommen kann? Vereinbaren Sie gern einen Termin für ein persönliches Gespräch. Dabei besprechen wir Ihre Beschwerden, mögliche Gegenanzeigen und das weitere Vorgehen in Ruhe.